
Erben des Agent Orange
Die Folgen der dioxinhaltigen Chemiewaffe der USA sind noch heute sichtbar. Jährlich kommen Tausende Neugeborene mit Missbildungen auf die Welt: Kinder mit deformierten oder fehlenden Gliedmaßen, blind und neurologischen Störungen. Schätzungsweise sind 5 Millionen Vietnamesen infolge von Agent Orange seit 1961 bis heute missgebildet zur Welt gekommen. Zurzeit leben 1,2 Millionen Agent-Orange-Kinder in Vietnam. Insgesamt sind daher über 6 Prozent der vietnamesischen Bevölkerung betroffen.
Die 3. Opfergeneration
Mittlerweile ist die dritte Generation von Vietnamesen von den Agent Orange Folgen betroffen. Während die Kinder früher oft schwerbehindert zur Welt kamen, entwickeln sich die Behinderungen heute in vielen Fällen oft erst im Schulalter oder in der Pubertät. Teilweise zeigen die Eltern der Kinder keinerlei Auffälligkeiten.
Zu den Schäden zählen die unterschiedlichsten Missbildungen, neurologische Störungen, Immunschwächen und Erbgutveränderungen. Auch Krebs zählt zu den Spätfolgen. Es gibt zwar bis heute keine Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen der Exposition mit Agent Orange und der Tumorentstehung bestätigen, jedoch ist Dioxin als krebserregend bekannt.
